Ordne Schweizer Sportwetten rechtlich und sicher ein

Updated November 2026
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Der Schweizer Markt ist staatlich beziehungsweise exklusiv geregelt; Quoten, Wettformen und persönliche Grenzen beeinflussen das Risiko.

Schweizer Sportwetten: Chips, Fussball und Lizenzunterlagen auf einem Tisch

Welche Regeln für Sportwetten in der Schweiz gelten

Sportwetten um Geld sind in der Schweiz seit 2019 erlaubt. Das bedeutet jedoch nicht, dass beliebige Unternehmen solche Angebote für Personen im Land bereitstellen dürfen. Der Markt ist einem staatlichen beziehungsweise exklusiven Angebot vorbehalten. Private Wettanbieter können ihre Dienste innerhalb der Schweiz nicht anbieten; ausländische Buchmacher sind für Schweizer Kundinnen und Kunden ebenfalls nicht zugelassen.

Für die offizielle Schweizer Lizenzierung von Sportwetten kommen nach dem derzeitigen Stand nur Sporttip und Jouez Sport infrage. Sporttip ist über eine Registrierung bei swisslos.ch und über die Sporttip App nutzbar. Das Angebot richtet sich an die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; Jouez Sport ist für die französischsprachigen Kantone vorgesehen. Diese Angaben ordnen die beiden bewilligten Angebote geografisch ein. Sie sind keine Empfehlung und ersetzen nicht die Prüfung, ob ein konkretes Angebot tatsächlich innerhalb des Schweizer Bewilligungsrahmens betrieben wird.

Die Altersgrenze für Sportwetten liegt grundsätzlich bei 18 Jahren. Sie gilt unabhängig davon, ob eine Wette online oder auf anderem Weg abgeschlossen wird. Eine Registrierung oder die technische Möglichkeit, eine Wette abzugeben, ändert nichts an dieser Voraussetzung. Wer jünger ist, darf daher nicht an Sportwetten teilnehmen.

Für dich lässt sich die rechtliche Ausgangslage in drei Punkte gliedern: Sportwetten sind seit 2019 grundsätzlich erlaubt, die Teilnahme setzt ein Mindestalter von 18 Jahren voraus, und das offizielle Angebot ist auf die zugelassenen Schweizer Anbieter begrenzt. Ein Anbietername allein genügt dabei nicht, um die Zulässigkeit eines Angebots festzustellen. Massgeblich ist, ob das konkrete Wettangebot über die Schweizer Bewilligung verfügt. Angebote aus dem Ausland sind keine zulässige Alternative für Personen in der Schweiz.

Der Ausdruck „Schweizer Sportwetten-Anbieter“ bezeichnet somit nicht jede Plattform, die aus der Schweiz erreichbar ist. Er bezieht sich auf Angebote, die im hiesigen Bewilligungsrahmen betrieben werden. Die Möglichkeit, eine ausländische Website aufzurufen, schafft keine Schweizer Zulassung. Für die rechtliche Einordnung zählen der Status des Angebots und die dafür erteilte offizielle Lizenz, nicht allein Sprache, Währung oder technische Verfügbarkeit.

Schweizer Sportwettenanbieter 2026 im Vergleich

Für Sportwetten zählen neben der Produktpalette auch die Zahlungswege und die Dauer bis zur Auszahlung. Achte darauf, welche Einzahlungshöhe für dich passt und ob Livewetten, Pferdewetten oder virtuelle Sportarten angeboten werden. Auch Zusatzfunktionen wie Cash-out oder ein Wett-Konfigurator können den Unterschied machen. Falls ein Bonus angeboten wird, solltest du Höhe und Bedingungen prüfen. Verlustlimiten, Spielpausen und Selbstausschluss geben Aufschluss darüber, welche Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen verfügbar sind.

Anbieter Betreiber Auszahlungsgeschwindigkeit Mindesteinzahlung Zahlungsmethoden Merkmale
Sporttip Swisslos Interkantonale Landeslotterie 5–10 Arbeitstage 10 CHF TWINT, PostFinance, Kreditkarte Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
Jouez Sport Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) — TWINT, Visa Cash-out, iOS-App
PMU Swisslos und Loterie Romande in Zusammenarbeit mit PMU (Pari Mutuel Urbain, Frankreich) bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage) — Mastercard Pferdewetten
Casinozer — 24–48 Stunden nach Verifizierung — — E-Sport, Casino
Stake Medium Rare N.V. — — Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT, Tron … Krypto-Zahlungen, Casino, Poker
Crownplay — bis zu 3 Werktage 20 CHF Bitcoin, Ethereum Virtuelle Sportarten, Casino, Live-Casino
VegasHero — bis zu 3 Werktage 10 CHF Bitcoin, Ethereum Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung
Cazeus — — 10 CHF Visa, Mastercard, Paysafecard Casino, Live-Casino
Gamdom Moon Revolution Limitada 5 Minuten bis 1 Stunde — Bitcoin, Ethereum, USDT, USDC, BNB … Krypto-Zahlungen
BetScore — — 10 CHF PlayID, Visa, Mastercard, Paysafecard Livewetten, Casino

Sporttip

Sporttip verbindet Livewetten und Live-Statistiken mit einer eigenen iOS- und Android-App. Das Angebot wird von Swisslos Interkantonale Landeslotterie betrieben; die Sportwetten stehen unter der Lizenz der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa). Einzahlungen sind ab 10 CHF möglich und können über TWINT, PostFinance oder Kreditkarte erfolgen. Für Auszahlungen solltest du 5–10 Arbeitstage einplanen. Bei den Spielerschutzfunktionen gibt es separate Verlustlimiten für Sporttip pro Tag sowie für 7 und 30 Tage. Dazu kommen eine freiwillige Spielsperre für 1–180 Tage und eine unbefristete Spielsperre. Damit verbindet Sporttip mobile Nutzung und Live-Informationen mit mehreren konkreten Möglichkeiten, das eigene Spiel zu begrenzen.

Jouez Sport

Jouez Sport kombiniert seine Sportwetten mit Cash-out und einer iOS-App. Betreiber ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande); die Lizenz erteilt die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa). Einzahlungen sind über TWINT und Visa möglich. Bei einem Auszahlungsantrag von Montag bis Donnerstag dauert es bis zu 3 Werktage, bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag bis zu 6 Werktage. Für verantwortungsvolles Spielen stehen Verlustlimiten bereit. Eine vorübergehende Spielpause lässt sich für 1 Tag bis 6 Monate einrichten; ausserdem gibt es eine unbefristete freiwillige Spielsperre.

PMU

PMU ist auf Pferdewetten ausgerichtet und arbeitet dabei mit Swisslos und Loterie Romande sowie PMU (Pari Mutuel Urbain, Frankreich) zusammen. Die Lizenz für das Angebot stammt von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa). Als Zahlungsmittel ist Mastercard verfügbar. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage; bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag kann es bis zu 6 Werktage dauern. Für Pferdewetten gelten verbindliche Verlustlimiten pro Tag, Woche und Monat, höchstens CHF 8’000. Ergänzend gibt es ein Einzahlungslimit und die Möglichkeit zur freiwilligen Sperre. So stehen bei diesem spezialisierten Angebot Pferdewetten und festgelegte Spielgrenzen im Zentrum.

Casinozer

Casinozer verbindet E-Sport mit einem Casino-Angebot. Eine Auszahlung dauert nach der Verifizierung 24–48 Stunden. Damit stehen bei diesem Anbieter zwei unterschiedliche Produktbereiche im Vordergrund, während die angegebene Auszahlungsdauer an die vorherige Verifizierung geknüpft ist.

Stake

Stake hebt sich durch Krypto-Zahlungen sowie Casino und Poker ab. Als Zahlungsmethoden sind Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT und Tron genannt. Betreiber ist Medium Rare N.V. Für verantwortungsvolles Spielen stehen Einzahlungslimits und Glücksspiellimits zur Verfügung; ausserdem gibt es eine Spielpause, Produkt- und Poker-Ausschluss, Selbstausschluss sowie Kontoschliessung. Damit umfasst das Angebot mehrere Spielbereiche und unterschiedliche Möglichkeiten, Einzahlungen und Spielzugang zu begrenzen. Die genannten Zahlungswege richten sich an Nutzer, die Kryptowährungen für ihre Transaktionen einsetzen möchten.

Crownplay

Crownplay bietet virtuelle Sportarten sowie Casino und Live-Casino. Für Einzahlungen sind Bitcoin und Ethereum genannt; die Mindesteinzahlung beträgt 20 CHF. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage. Das Angebot verbindet damit virtuelle Sportarten mit Casino-Produkten und ergänzt die beiden Krypto-Zahlungsarten um eine klar bezifferte Mindesteinzahlung.

VegasHero

VegasHero setzt auf einen Wett-Konfigurator und frühe Auszahlung als Produktmerkmale. Einzahlungen sind ab 10 CHF möglich; als Zahlungsmethoden werden Bitcoin und Ethereum angeboten. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage. Der Wett-Konfigurator und die frühe Auszahlung bilden die besonderen Funktionen des Angebots. Zusammen mit der genannten Mindesteinzahlung und den beiden Krypto-Zahlungswegen ergeben sich konkrete Eckpunkte für die Nutzung und das Auszahlen.

Cazeus

Cazeus verbindet Casino und Live-Casino mit Zahlungsoptionen über Visa, Mastercard und Paysafecard. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Die beiden Casino-Bereiche und die drei genannten Zahlungsmethoden prägen das Angebot. Für den Vergleich der Zahlungswege ist damit neben den Karten Visa und Mastercard auch Paysafecard relevant; der Einstieg ist ab der angegebenen Einzahlungshöhe möglich.

Gamdom

Gamdom setzt auf Krypto-Zahlungen und nennt Bitcoin, Ethereum, USDT, USDC und BNB als Zahlungsmethoden. Betreiber ist Moon Revolution Limitada. Die Auszahlung kann 5 Minuten bis 1 Stunde dauern. Für verantwortungsvolles Spielen gibt es einen Selbstausschluss für 1, 5 oder 8 Tage. Eine längere Pause ist über eine Kontoschliessung durch den Support möglich. Damit stehen mehrere Kryptowährungen einer kurzen angegebenen Auszahlungsdauer gegenüber; für eine zeitlich begrenzte Unterbrechung sind konkrete Zeiträume ausgewiesen.

BetScore

BetScore kombiniert Livewetten mit Casino-Angeboten. Als Zahlungsmethoden stehen PlayID, Visa, Mastercard und Paysafecard zur Verfügung; die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Die Livewetten bilden den Sportbezug des Angebots, während Casino einen weiteren Produktbereich ergänzt. Bei den Zahlungen umfasst die Auswahl PlayID, zwei Kartenoptionen und Paysafecard. Zusammen mit der genannten Einstiegshöhe ergeben sich klare Eckpunkte für Einzahlungen und Produktauswahl.

Worauf es bei der Wahl ankommt

Für deine Auswahl kommt es darauf an, welche Sportarten und Funktionen du nutzen möchtest und welche Zahlungswege zu dir passen. Vergleiche auch Mindesteinzahlung und Auszahlungsdauer. Bei den Spielerschutzfunktionen unterscheiden sich die genannten Möglichkeiten etwa durch Verlustlimiten, Spielpausen oder Selbstausschluss. Falls ein Bonus eine Rolle spielt, prüfe dessen Bedingungen gesondert.

Was bei Schweizer Sportwetten erlaubt ist – und was nicht

Bei Schweizer Sportwetten bestimmt nicht allein die Sportart, ob ein Angebot zulässig ist. Es muss sich um ein Sportereignis handeln; auf Ereignisse ausserhalb des Sports darf keine Sportwette angeboten werden. Auch innerhalb des Sports ist nicht jedes Ereignis automatisch wettbar. Kleine Wettbewerbe und tiefere Ligen sind ausgeschlossen. Ebenfalls unzulässig sind Angebote zu Sportereignissen, bei denen ein erhöhtes Risiko für Wettbewerbsmanipulation besteht. Diese Grenzen beziehen sich auf das Wettangebot selbst: Eine passende Wettart macht ein ausgeschlossenes Ereignis nicht zulässig.

Für Grossspiele gelten zusätzliche Bewilligungsvoraussetzungen. Erforderlich sind sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung. Das betrifft die Durchführung des Angebots und die Bewilligung des Spiels; beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Ein Ereignis wird also nicht allein dadurch zu einem zulässigen Wettangebot, dass es öffentlich stattfindet oder sportlich relevant ist.

Anders organisiert sind lokale Sportwetten. Sie dürfen nur am Ort des jeweiligen Sportereignisses angeboten und durchgeführt werden. Eine Abwicklung über das Internet oder eine Übertragung im Fernsehen ist für diese Wettform nicht erlaubt. Auch die Einsätze sind begrenzt: Der einzelne Einsatz darf höchstens 200 CHF betragen, und sämtliche Einsätze zusammen dürfen 200’000 CHF nicht übersteigen.

Für lokale Wetten gilt zudem das Totalisatorprinzip. Dabei setzen die Wettenden gegeneinander, statt dass ein Anbieter jede Wette als einzelnes Geschäft gegen sich selbst abrechnet. Aus den Einsätzen wird ein gemeinsamer Pool gebildet; mindestens 50 Prozent davon müssen als Gewinne an die Wettenden zurückfliessen. Die Auszahlung hängt damit vom gemeinsamen Einsatzvolumen und dessen Verteilung ab. Das unterscheidet diese Form von einem Angebot, bei dem eine vorab festgelegte Quote die mögliche Auszahlung einer einzelnen Wette bestimmt.

An diesen Merkmalen lässt sich eine lokale Wette praktisch einordnen: Sie ist an den Veranstaltungsort gebunden, wird vor Ort durchgeführt und folgt der gemeinsamen Poolabrechnung. Wird sie stattdessen online angeboten, fällt sie nicht unter die zulässige Durchführung lokaler Sportwetten. Für andere Sportwetten bleiben die Beschränkungen auf erlaubte Sportereignisse und die besonderen Bewilligungen für Grossspiele massgeblich. So greifen die Vorgaben je nach Ereignis und Wettform unterschiedlich: Die Sportart allein sagt noch nicht, ob ein konkretes Angebot zulässig ist.

Sicher wetten: Risiken erkennen und Grenzen setzen

Online-Sportwetten sind jederzeit über das Handy erreichbar. Dazu kommen ein breites Wettangebot und kurze Wartezeiten zwischen den Ereignissen und der nächsten möglichen Wette. Dadurch können Einsätze rasch aufeinanderfolgen: Du musst weder bis zum nächsten Spieltag warten noch den Ort wechseln, um erneut zu wetten. Diese dauernde Verfügbarkeit kann problematisches Spielverhalten begünstigen und dazu führen, dass Online-Wetten schneller abhängig machen als traditionelles Wetten.

Bei Live Wetten verkürzt sich der Abstand zwischen Ereignis und Entscheidung zusätzlich. Während ein Spiel läuft, kannst du etwa auf das nächste Tor setzen und deine Überlegungen am aktuellen Spielverlauf ausrichten. Weil sich eine neue Wettsituation unmittelbar an die vorherige anschliessen kann, fällt es leichter, spontan weiterzuspielen. Eine einzelne schnelle Entscheidung sagt noch nichts über ein Problem aus; relevant ist, ob du deine selbst gesetzten Grenzen wiederholt überschreitest oder Verluste mit weiteren Einsätzen ausgleichen willst.

Für die Einordnung der Altersgruppe ist auch der zeitliche Bezug wichtig. 2022 wiesen zehn Prozent der 15- bis 24-Jährigen ein problematisches Spielverhalten auf. Diese Angabe beschreibt die damalige Erhebung und ist kein persönlicher Befund über einzelne junge Menschen. Sie zeigt jedoch, weshalb gerade bei einem leicht zugänglichen Angebot Aufmerksamkeit für das eigene Spielverhalten sinnvoll ist.

Empfehlenswert

  • Verfügbares Budget vor dem ersten Einsatz festlegen
  • Einsätze und Ergebnisse konsequent notieren
  • Bei Grenzüberschreitungen eine Pause einlegen

Zu vermeiden

  • Wettbudget mit Geld für laufende Ausgaben vermischen
  • Verluste durch höhere Einsätze ausgleichen wollen
  • Einsätze vor anderen Personen verheimlichen

Ein solides Bankrollmanagement beginnt vor dem ersten Einsatz. Lege fest, welcher Betrag für Sportwetten verfügbar ist, und trenne ihn gedanklich von Geld für laufende Ausgaben. Notiere Einsätze und Ergebnisse, damit du erkennst, wie sich dein Wettbudget tatsächlich entwickelt. Behandle dieses Budget als Grenze: Ist es aufgebraucht, kommen keine zusätzlichen Einzahlungen hinzu. Verlorenes Geld durch immer höhere oder zusätzliche Wetten zurückholen zu wollen, vergrössert das Risiko weiterer Verluste.

Hilfreich ist ausserdem, vor dem Öffnen einer Wettseite zu klären, wie viel Zeit und Geld du einsetzen willst. Wenn diese Vorgaben während des Spielens immer wieder verschoben werden, solltest du eine Pause einlegen und Unterstützung in Betracht ziehen. Entscheidend für die Selbstkontrolle ist nicht, ob eine einzelne Wette gewonnen hat, sondern ob du dein Verhalten noch nach den zuvor festgelegten Grenzen steuerst. Wenn Wetten zunehmend den Alltag bestimmen oder du Einsätze verheimlichst, kann eine Beratungsstelle helfen, die Situation einzuordnen.

Quoten verstehen: Auszahlung, Wahrscheinlichkeit und Marge

Eine Dezimalquote beschreibt, wie hoch die mögliche Gesamtauszahlung im Verhältnis zum Einsatz ist. Bei einer erfolgreichen Wette wird der Einsatz mit der bestätigten Quote multipliziert. Die Auszahlung enthält also auch den ursprünglichen Einsatz; der Reingewinn ist die Auszahlung abzüglich dieses Einsatzes.

Setzt du beispielsweise 10 Franken auf eine Quote von 2,50, ergibt sich bei einem richtigen Tipp eine Auszahlung von 25 Franken. Davon sind 10 Franken der zurückerhaltene Einsatz und 15 Franken der Gewinn. Geht der Tipp nicht auf, entfällt die Auszahlung. Für die Abrechnung zählt grundsätzlich die Quote, die beim tatsächlichen Abschluss der Wette bestätigt wurde. Eine später angezeigte Quote ersetzt diesen Wert nicht.

Aus einer Dezimalquote lässt sich eine vereinfachte implizite Wahrscheinlichkeit berechnen: Du teilst 1 durch die Quote und multiplizierst das Ergebnis mit 100. Bei einer Quote von 2,00 entspricht das rechnerisch einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Eine Quote von 4,00 führt nach derselben Rechnung zu 25 Prozent. Das Ergebnis ist eine Umrechnung der Quote, keine Zusicherung, dass ein Ereignis mit dieser Häufigkeit eintreten wird. Es bildet auch nicht unabhängig von der Quote die tatsächliche Chance eines Sportausgangs ab.

Für einen Wettmarkt werden die Quoten der möglichen Ausgänge einzeln in solche Prozentwerte umgerechnet. Ihre Summe liegt typischerweise über 100 Prozent. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen könnte die Rechnung beispielsweise 52 Prozent für den einen und 52 Prozent für den anderen Ausgang ergeben. Zusammen sind das 104 Prozent. Der Anteil oberhalb von 100 Prozent entspricht der Marge des Wettanbieters, die in den angebotenen Quoten steckt. Deshalb lassen sich die angezeigten Wahrscheinlichkeiten nicht einfach als neutrale Einschätzung des Marktes lesen.

Die Marge beeinflusst, wie attraktiv die Quoten im Verhältnis zu den rechnerisch abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten erscheinen. Bei ansonsten vergleichbaren Quoten ergibt eine höhere Quote eine niedrigere implizite Wahrscheinlichkeit; bei einer niedrigeren Quote ist es umgekehrt. Die Rechnung hilft, Quoten und mögliche Auszahlungen einzuordnen, sagt für sich genommen aber nicht voraus, welcher Ausgang eintritt. Für die konkrete Abrechnung bleiben der tatsächliche Wettschluss und die dabei bestätigte Quote massgeblich.

Einzel-, Kombinations- und Systemwetten im Unterschied

Die Wettform legt fest, wie viele Tipps miteinander verknüpft sind und welche davon richtig sein müssen, damit Geld zurückfliesst. Bei einer Einzelwette steht ein Tipp für sich. Trifft deine Vorhersage zu, berechnet sich die Auszahlung aus dem Einsatz multipliziert mit der bestätigten Quote. Der Einsatz ist darin bereits enthalten. Setzt du beispielsweise 10 Franken zu einer Quote von 2.50, beträgt die Auszahlung 25 Franken; der Gewinn über den Einsatz hinaus beläuft sich auf 15 Franken. Bei einem falschen Tipp geht der Einsatz verloren.

Eine Kombinationswette fasst mehrere Tipps zu einer einzigen Wette zusammen. Damit die Kombination gewinnt, müssen grundsätzlich sämtliche ausgewählten Tipps richtig sein. Schon ein falscher Tipp macht die gesamte Kombi erfolglos. Die Quoten der Tipps werden miteinander multipliziert; dadurch verändert sich die mögliche Auszahlung gegenüber einzelnen Wetten. Zugleich steigt die Zahl der Bedingungen, die gemeinsam erfüllt sein müssen. Eine höhere mögliche Auszahlung bedeutet daher nicht, dass die Kombination wahrscheinlicher gewinnt.

Bei einer Systemwette werden aus mehreren Tipps mehrere Kombinationen gebildet. Jede dieser Kombinationen ist eine einzelne Wette mit einem eigenen Anteil des Einsatzes. Dadurch kann eine Auszahlung entstehen, obwohl nicht alle Tipps richtig sind: Es genügt, dass mindestens eine der gebildeten Kombinationen gewinnt. Wie viele Tipps richtig sein müssen, hängt vom gewählten System ab. Ein System mit Zweierkombinationen aus drei Tipps enthält etwa drei einzelne Kombinationen. Sind zwei Tipps richtig, gewinnt die Kombination aus diesen beiden; die beiden anderen Kombinationen verlieren.

Der Unterschied zur Kombinationswette liegt damit im Aufbau. Eine Kombi ist eine einzige Wette, bei der jeder Tipp stimmen muss. Ein System verteilt den Einsatz auf mehrere Kombinationen und kann einzelne falsche Tipps auffangen, sofern eine gebildete Kombination vollständig richtig ist. Das bedeutet nicht, dass der gesamte Einsatz zurückkommt: Verlorene Kombinationen bleiben verloren, und die Auszahlung richtet sich nach den gewinnenden Wetten.

Für den Kostenvergleich zählt bei einem System nicht nur der Einsatz je Kombination, sondern auch deren Anzahl. Werden mehrere Franken pro Einzelwette eingesetzt, vervielfacht sich der Gesamtbetrag entsprechend der Zahl der Kombinationen. Prüfe deshalb vor dem Bestätigen, wie viele Einzelwetten das System enthält und welcher Einsatz auf jede davon entfällt. Bei allen Wettformen ist für die Abrechnung grundsätzlich die Quote massgeblich, die beim tatsächlichen Abschluss der Wette bestätigt wurde. Pre-Match-Wetten werden vor dem Ereignis abgeschlossen, Live Wetten währenddessen; auch hier zählt die bestätigte Quote der konkreten Wette.

Warum bietet Sporttip nicht alle Wetten und Ligen an, so wie ausländische Wettanbieter?

Weil in der Schweiz nicht jedes Sportereignis für Wetten zugelassen ist: Kleine Wettbewerbe und tiefere Ligen sind ausgeschlossen, ebenso Ereignisse mit erhöhtem Manipulationsrisiko. Zudem ist das Angebot auf bewilligte Schweizer Anbieter beschränkt.

Gibt es besondere Voraussetzungen für lokale Sportwetten?

Ja. Sie müssen am Ort des Sportereignisses angeboten und durchgeführt werden; online oder im Fernsehen sind sie nicht erlaubt. Zudem gelten Einsatzgrenzen und das Totalisatorprinzip: Die Wettenden spielen gegeneinander, und mindestens 50 Prozent der Einsätze werden als Gewinne ausbezahlt.

Was ist ein Wettmarkt?

Ein Wettmarkt fasst die möglichen Ausgänge oder Ereignisse zusammen, auf die gewettet werden kann. Die Quoten zeigen dabei vereinfachte Wahrscheinlichkeiten an; ihre Summe liegt typischerweise über 100 Prozent, weil die Marge des Anbieters eingerechnet ist.

Neue Plattform – selber Anbieter?

Nicht unbedingt: Eine neue Plattform ist nicht allein deshalb ein eigener zugelassener Anbieter. Für offizielle Schweizer Sportwetten kommen Sporttip und Jouez Sport infrage; entscheidend ist, ob das konkrete Angebot über eine Schweizer Bewilligung verfügt.

Spielerschutz

Inhalt erstellt vom Team «onlinewetteninfoch.com»